Stufe 2 - Spezialisierte Fortbildung

Ausbildungsziele:

Komplexere Interventionen erfordern ein spezialisiertes Training. Im Allgemeinen wird dieses Training nach Erwerb der Facharztanerkennung absolviert. Hier setzt die Stufe 2 - Spezialisierung in Interventioneller Radiologie bzw. Neuroradiologie ein.
Spezielle Ausbildungsziele sind die Beherrschung vaskulärer IR-Verfahren wie Revaskularisationsverfahren, Aneurysmatherapie und Embolisation, schnittbildgesteuerte diagnostische und therapeutische Interventionen sowie weiterer, nicht vaskulärer Methoden.

Die Spezialisierung orientiert sich dabei an 6 thematischen Modulen:

In den Trainingsprogrammen für die Stufe 2 vertiefen interventionell spezialisierte Radiologen und Neuroradiologen ihre Kenntnisse und Fertigkeiten in der bildgesteuerten minimal-invasiven Therapie. Die ÖGIR bzw. ÖGIR/ÖGNR vergeben Einzel-Zertifikate für eine Spezialisierung in den 6 thematischen Modulen. Auch diese Zertifikate ergeben sich aus dem Besuch von Kursen sowie dem Nachweis selbständig durchgeführter Interventionen.

Anforderungen

Voraussetzung für die Erlangung der Spezial-Qualifizierung der Stufe 2 ist die Absolvierung von praktischen Erfahrungen in Interventioneller Radiologie bzw. Neuroradiologie. Das Zertifikat der Stufe 2 kann bei Vorliegen entsprechender Voraussetzungen auch ohne vorherige Erlangung der Stufe 1 beantragt werden. Der Erwerb von praktischen und theoretischen Kenntnissen vor der Facharztanerkennung wird angerechnet, der Erwerb des Zertifikats der Stufe 2 erfordert zusätzliche Erfahrungen in Interventioneller Radiologie bzw. Neuroradiologie in einem Zeitraum von mindestens 1 Jahr nach Facharztanerkennung. Für den Erwerb des Zertifikats im Modul F wird die Schwerpunktbezeichnung Neuroradiologie gefordert.

Mitgliedschaft in der ÖGIR sowie zusätzlich in der ÖGNR bei Beantragung der Stufe 2 in den Modulen E und F. Bei Austritt verlieren Zertifikate ihre Gültigkeit.

Besuch ÖGIR/ÖGNR-zertifizierter oder DeGIR/DGNR-zertifizierter Spezial-Kurse; dabei sollen pro Modul mindestens 30 CME-Punkte in Kursen erworben werden, die sich thematisch mit dem jeweiligen Modul beschäftigen. Grundkurse in IR und INR mit Behandlung der jeweiligen Themen können anerkannt werden.

Selbständige Durchführung von:

Ausführliche theoretische Kenntnisse und praktische Fertigkeiten sollen nachgewiesen werden bezüglich:

Weitere Zertifizierungsanforderungen sind:

Zertifizierungsgebühr

Ab 2017 werden Zertifizierungsgebühren erhoben. Für die Stufe 2 ergeben sich Grundgebühren von 100 Euro, zuzüglich je 25 Euro pro Modul. Für EBIR- bzw. ESNR-Zertifikatsinhaber entfällt die Grundgebühr. Die Zertifizierungsgebühr wird unmittelbar nach Antragseingang in Rechnung gestellt.

Download:
antrag_f__r_die_erlangug_des_zertifikats_der_stufe_2.pdf (75,13 KBytes)